Showing posts with label Killerspiele. Show all posts
Showing posts with label Killerspiele. Show all posts

Friday, December 08, 2006

Zypries: § 131 StGB garantiert strafrechtlichen Schutz vor Killerspielen

„Das Strafgesetzbuch gewährleistet mit § 131 StGB den notwendigen Schutz vor Killerspielen“, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries in der aktuellen Debatte um Amokläufe. „Es besteht keine Strafbarkeitslücke. Seit der Gesetzesänderung 2004 kann wirksam gegen die Verbreitung von Killerspielen vorgegangen werden. Voraussetzung ist, dass die Spiele grausame Gewalttätigkeiten verherrlichend darstellen. Unter Schriften versteht das Gesetz auch Datenspeicher. Aktuelle Forderungen der Minister Beckstein und Schünemann bringen keinen strafrechtlichen Mehrwert“, betonte Zypries.

§ 131 Gewaltdarstellung
(1) Wer Schriften (§ 11 Abs. 3), die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt,

1.verbreitet,
2.öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
3.einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht oder
4.herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Darbietung des in Absatz 1 bezeichneten Inhalts durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste verbreitet.
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn die Handlung der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte dient.
(4) Absatz 1 Nr. 3 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch das Anbieten, Überlassen oder Zugänglichmachen seine Erziehungspflicht gröblich verletzt.

Langsam könnte einem Frau Zypries fasst sympatisch werden! Wohlgemerkt, FAST!

Thursday, December 07, 2006

Niedersachsen sieht Mehrheit für "Killerspiele"-Verbot gesichert

Niedersachsen sieht Mehrheit für "Killerspiele"-Verbot gesichert: "Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann geht fest vom Erfolg einer Bundesratsinitiative für ein Verbot von 'Killerspielen' auf Basis der Arbeitshypothese seines bayerischen Amtskollegen Günther Beckstein (CSU) zur Verschärfung des Gewaltdarstellungsparagraphen 131 im Strafgesetzbuch (StGB) aus. Der CDU-Politiker zeigte sich im rbb entschlossen, 'wahrscheinlich' im Februar einen entsprechenden Gesetzesentwurf in der Länderkammer einzubringen. Der Minister weiter: 'Und dann bin ganz sicher, dass es dafür eine breite Mehrheit gibt, auch anschließend im Bundestag.'"

Beckstein ist ein scheinheiliger Kotzbrocken:

Pressemitteilung Nr. 105/02 des Bayerischen Staatsministerium des
Inneren.

Bayern lehnt derzeitigen Bundesentwurf zum Waffenrecht ab Beckstein:
"Neue Belastungen ohne Sicherheitswert, die legale Waffenbesitzer
diffamieren"

- Die neu vorgesehene Meldepflicht inaktiver Sportschützen muss
unterbleiben. Sie stellt aus bayerischer Sicht eine sachlich nicht
gerechtfertigte Verschärfung dar. Die Bestimmung würde Unfrieden in
die Vereine tragen und insgesamt dem Vereinsleben schweren Schaden
zufügen.

- Auch die neu eingeführte zusätzliche Prüfung des Bedürfnisses für
alle in Besitz eines Sportschützen befindlichen Schusswaffen bei
einem Antrag auf Erwerb einer weiteren Waffe ist sicherheitsrechtlich
unnötig und bedeutet für alle Beteiligten einen unvertretbaren
Mehraufwand.

- Jäger müssen auch künftig Kurzwaffen erwerben und besitzen dürfen,
die nach Jagdrecht zur Jagd nicht zugelassen sind.

- Zur Reduzierung unnötiger Belastungen für den Waffenbesitzer und
auch für die Verwaltung ist es weiterhin notwendig, etwa auf die
obligatorische periodische Überprüfung des Bedürfnisses 3 und 6 Jahre
nach Erteilung waffenrechtlicher Erlaubnisse zu verzichten, das
Mindestalter für den Umgang mit geprüften Reizstoffsprühgeräten von
18 auf etwa 14 Jahre zu senken.

---------------------------------------

Wo haben denn die ganzen Leute ihre Waffen her? Haben die ihre Opfer
mit Verpackungen von "Killerspielen" umgebracht? Nein, mit realen
Waffen! Und ein Herr Beckstein spricht sich ausdrücklich gegen die
Verschärfung von Waffengesetzen aus?

----------------------------------------

Familiendrama in Witten
Ein 58-Jähriger hatte auf seine drei Töchter eingestochen und eine
von ihnen tödlich verletzt.

Familiendrama in Großenried
Der 37-jährige Mann hat seine gleichaltrige Frau, seine acht und
zwölf Jahre alten Kinder und seine 62-jährige Mutter umgebracht hat,
bevor er sich selbst mit einem Messer tötete.

Tödliches Familiendrama in Lichtenau
Ein 75-Jähriger tötet seine pflegebedürftige Ehefrau - anschließend
erhängte er sich.

Familiendrama in Berlin
Ein 54-jähriger Mann hat sein Haus in Brand gesetzt und sich selbst
erschossen.

Familiendrama in Erlenbach
Der 36 Jahre alte Türke soll seine ein Jahr jüngere Frau am
Dienstagabend in deren Haus in Erlenbach am Main erschossen haben.

Arzt tötet Frau und Sohn
Bei einem Familiendrama in Erftstadt bei Köln hat ein 47 Jahre alter
Arzt seine Ehefrau und seinen ältesten Sohn sowie sich selbst
erschossen.

Familiendrama in Öhringen
Ein 51-jähriger Mann im baden-württembergischen Öhringen hat seine
Schwester und seinen Schwager erschossen.

usw. usw. usw. eine endlose Liste.

und? Das sind ja alles böse böse Killerspielespieler gewesen..
besonders der 75-jährige Mann hat in seiner Jugend sicher jede Menge
Killerspiele gespielt...

Ich kann nicht soviel essen wie ich kotzen möchte wenn ich so Typen
wie Beckstein sehe.

Sunday, November 26, 2006

Killerspiel Verbot wird kommen glaube ich nach der Show bei Christianen

Natürlich wird dieses Thema von Populisten ausgenutzt, Stoiber hat wirklich keine Ahnung wovon er redet, und was soll man denn anderes von Wolfgang Huber erwarten: Fast alle, die sich für ein Verbot aussprechen, tun dies jedoch vor einem Hintergrund. Die Bevölkerung hat bei dem Gedanken Angst, daß da in diesem Augenblick ein paar potentielle Amokläufer vor ihren Rechnern sitzen und in Counterstrike Maps ihrer Schule herumballern.

Auch ich finde diese Vorstellung nicht sonderlich beruhigend,
frustrierte jugendliche mit schweren seelischen Problemen gab es
schon immer, aber auch wenn das das eigentliche Problem ist, die
Egoshooter mit möglichst realistischen Tötungsszenen, auf Wunsch auch noch von der eigenen Schule, sind in diesem Fall ein echtes zusätzlichens Problem.

Solange niemand von denen die sich gegen ein Verbot aussprechen, sich mit diesen Ängsten der Bevölkerung auseinandersetzt wird das Thema von Politikern benutzt werden, und die Umfragen geben ihnen Recht: Eine Mehrheit der Deutschen ist für ein Verbot. Ich glaube nur bei intensiven Internetfreunden gibt es eine starke Fraktion von Verbotsgegnern aber die Standardargumente: Ist ja garnicht bewiesen, und zwei Amokläufer bei Millionen Spielern ziehen nicht. Das geht am Thema vorbei und hilft nicht die Ängste zu beseitigen.

Erstens fragt keiner mehr nach einen "Beweis", wenn man die Szenen aus den Spielen, möglichst noch mit der Map der Schule im Fernsehen vorführt. Zu sehr ähnelt das doch der Realität. Zweitens kann man bei soetwas schrecklichem wie den Amokläufen nicht mit "waren doch nur zwei" argumentieren.

Das einzige was dabei auf der Strecke bliebt ist ein vernüftige Diskussion, und zwar von beiden Seiten, und so sehe ich nicht was das Verbot noch aufhalten sollte. Ein reines Verbot von "Killerspielen" zur Gewissensberuhigung hilft allerdings nur bis zum nächsten Amoklauf.

Thursday, November 23, 2006

Beckstein: Haft für Händler von Killerspielen - Aus aller Welt Panorama

Beckstein: Haft für Händler von Killerspielen - Aus aller Welt Panorama "Haft für Händler von Killerspielen

Beckstein: Haft für Händler von Killerspielen
Bild gross Bayerns Innenminister Günther Beckstein

Als Reaktion auf den Schulüberfall von Emsdetten fordert Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU), die Herstellung und Verbreitung von PC-Killerspielen unter Strafe zu stellen."

Politiker dümpelt so vor sich hin und hält Ausschau, sich strategisch
zu profilieren.
Grosses Attentat in einer Schule. Je grausamer, je mehr Tote, je mehr
Verzweiflung und Schock, desto besser.
Nun muss der Politiker schnell handeln. Total hart und cool. Wie
stütze ich meine Karriere, indem ich auf dem Rücken der Trauernden
eine Hetzkampagne starte? Wo finde ich einen geeigneten Sündenbock,
der meinem Aktionismus eine Plattform bietet? Die Welt muss sehen:
Der Politiker tut was! Er bewahrt unseren Humanismus und unsere
Werte! Das WWW vielleicht? Es ist nicht bayerisch, es passt nicht ins
konservative Weltbild und der Täter hat seine Waffen darüber besorgt.
Und es kann personifiziert werden: Tim Berner Lee. Er ist der
Abschaum der Menschheit. Er hatte von Anfang an vor, die Menschheit
mit seiner Erfindung zu vernichten. Das müsste funktionieren.
Aber nun kommt der Berater: Nein, Herr Politiker, das ist nicht zu
gut. Das WWW hat ein gutes Image. Vor allem bei den bayerischen
Männern älteren Semesters - Wegen der vielen Pornoseiten. Das WWW
wird von der Wählerschaft zu sehr geschätzt. Hmmmh, wir müssen was
finden, was die Wählerschaft nicht betrifft. Was hat denn der Täter
noch so gemacht? Ahhhhhh! Er hat Unreal gespielt. Angeblich! Da haben
wir's ja! Das ist der Schlag im Wahlkampf gegen die Gegner! Super.
Feuer aus allen Rohren! Je primitiver, je taktloser, desto besser!
Treffer! Wir sind in der BILD! Noch ein Treffer! Unser Geschoss wird
ernsthaft diskutiert! Super!